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Schablone Matrjoschka

Intention

Eine göttliche Injektion und ein Moment der Stille entzündeten meinen Initialfunken, Menschen oder Wesen in der Form einer Matrjoschka zu malen. Ich habe mich fallen lassen, in diesen schöpferischen Impuls, nachgegeben, mich hingegeben, gesprudelt, gestaunt und gemalt. Die Matrjoschka (lateinisch matrona für Mutter) symbolisiert für mich die weibliche Ur-Form, gehalten und gerahmt vom Eckigen, dem Männlichen. Einheit. Die Grundform ist immer die Gleiche. Der Inhalt wechselnd. Veränderung und Kontinuität. Bewegung in der Sicherheit. Genial. Alle Figuren bewegen sich im selben Raum, jedoch mit unterschiedlichen Qualitäten. Miteinander verbunden in ihrem Wunsch: Dem Ausdruck ihrer Essenz.

Acryl Farben Leinwand

Prozess

Die ersten 21 Zela-Matronas wurden innerhalb von drei Monaten geboren. Leicht. Intuitiv. Ohne Komplikationen. Jede Figur hat sich mir impulsartig offenbart, mich durchdrungen um in Erscheinung zu treten. Ich folgte diesem Signalfeuer, begann einen lustvollen Schaffensprozess, ließ fließen und hinterfragte nicht.

„Wer nur im Außen sucht, der wird im Innen nichts finden.“

ZELA

In diesem intuitiven Prozess erlebte ich meine Selbstwirksamkeit, ganz nah am eigenen und kollektiven Bewusstsein. Seelenvoll. Verantwortungsvoll. Ich folgte den Gammawellen aus meinem Unterbewusstsein, ließ mich führen und wollte kreativer Gestalter sein. Ahnungslos, unvoreingenommen und gleichzeitig tief inspiriert und besessen. Das bin ich heute noch.

Skizze Charlie Chaplin als Matrjoschka

Bewusstheit & die ganze Geschichte

Nach sechs Monaten intensiven Zusammenlebens mit meinen Matrjoschkas wird mir ihre Einzigartigkeit bewusst. Ich erkenne ihren authentischen Kern und fühle die Essenz ihres Wesens. Sie erlauben mir, in ihr Energiefeld einzutauchen und ihre Qualitäten zu pflücken. Ja, sie fordern mich regelrecht auf, von ihrem Elixier zu trinken und es in meinen Zellen zu speichern. Ich bin skeptisch, unsicher und gleichzeitig fasziniert. Sie finden es natürlich und amüsieren sich über meine Verlegenheit. Sie schmunzeln über die Grenzen in meinem Kopf und rufen mir zu: „Mädchen, greif zu, bediene Dich am universellen Buffet der Möglichkeiten.“ Ich schaue zu Gandhi, er nickt und lässt die Kraft des Glaubens in mich fließen. Elvis nährt mich mit schöpferischer Selbstverständlichkeit und Ganesha legt stoisch Balsam über jeden meiner Zweifel.

Ich erkenne mich in jeder Matrjoschka wieder. Alle Anteile sind auch in mir vorhanden – gelebt oder ungelebt. Ich bin Du. Trennung ist eine Illusion. In unserem Echo begegnen wir uns. Einheit. Geil.

Trotz dieser intensiven Erfahrung gibt es Tage, an denen ich am Trennungsbewusstsein der Massen andocke. Dann rufe ich mein Matrjoschka-Team und schlüpfe in die Energie der Identität, die ich gerade am notwendigsten brauche. Das klappt mal so, mal so.

Und.

Neben all dem gleißenden Licht des Schöpferseins, fühle ich mich gleichwertig mit all den Schattenseiten jeder Matrjoschka verbunden. Vermutlich noch intensiver. Ich kenne und erlebe auch den Märtyrer, den Schurken, die Diva, das Opfer und den Täter in mir. Mit jedem Bild habe ich mich selbst getriggert und mein Bewusstsein für die Akzeptanz dieser Wahrheit geöffnet. Als ich Waris Dirie malte, fühlte ich mich mit dem gesamten Schmerz der Menschheit verbunden. Kurt Cobain und ich sind Suchtzwillinge – immer auf der Suche nach der Einheit, aus der wir gefallen sind. Durch meinen Pinsel floss ein symbiotischer Upload von den Erfahrungen und Erlebnissen jeden Wesens. Abgefahren und auch angsteinflößend. Diese penetrante Angst vor unserer wahren Größe und Schöpferkraft und der kollektiven Verantwortung, die sie unumgänglich mit sich bringt.

Alle Matrjoschkas Leinwand

Matrjoschka

Eine Matrjoschka ist die Summe Ihrer Teile. Ich kann sie als eine Unendlichkeit von Möglichkeiten sehen oder sie symbolisch für den Weg in mein Inneres, zu meiner wahren Natur, nutzen. Sie ist ein Sinnbild für die Vollkommenheit und Einzigartigkeit jedes Wesens. In ihr erkenne ich eine grundlegende Wahrheit. Wir sind nicht Entweder Oder, sondern SOWOHL ALS AUCH. Wir sind UND UND UND. Wir müssen unseren Ausdruck nicht begrenzen. Laßt uns Räume öffnen, in denen wir selbstbestimmt gestalten, uns ausdehnen und Alles sein dürfen. Wir erschaffen unsere ureigene Matrjoschka, erfinden uns jeden Tag neu und verbinden uns mit der Aura unserer Superhelden. Sie sind unsterblich, ihre Energie ist da und wir dürfen sie nutzen.

Wir können wählen, wer wir sein möchten. Jetzt, heute, morgen. Spielerisch. Beweglich. Tänzelnd. Der Grad unserer Phantasie erschafft die eigene Schöpfung. Eine Eigenkreation gefüllt mit uns Selbst. Die Zutaten, Qualitäten und Identitäten wählen wir, zu jeder Zeit. Wir stilisieren uns in unser Dasein. Denken uns in imaginäre Charakter hinein oder erschaffen sie neu und übernehmen Verantwortung für unseren selbstgewählten Ausdruck, unser Sein. Zum Wohle Aller. Lasst uns Sicherheit in der Bewegung und Stabilität in der Veränderung finden. Ein organisches Fundament. Die Entscheidung liegt bei uns. Ich habe mich entschieden.